Das Zentrum Chon Ji

Sportlehrer zu sein, war nie sein Ding ....

Kampfkunst ist eine Philosophie Ein Artikel der Schwäbische Zeitung von 2007

TUTTLINGEN - Mit einem Taekwon-do-Kurs im Fitnessstudio hat Wolfgang Dollansky 1987 angefangen. Inzwischen hat der Mann aus dem Allgäu in Tuttlingen sein eigenes Zentrum für fernöstliche Kampfkünste und ganzheitliche Bewegungs- und Körperarbeit Chon Ji. Mit einem Aktionsprogramm feiert er nun sein 20-jähriges Bestehen.

Sportlehrer zu sein, war nie sein Ding. Zwar hat Wolfgang Dollansky nach seiner Zeit bei der Bundeswehr in Stuttgart sein Studium zum Sportlehrer und -therapeuten erfolgreich absolviert. Später an einer Schule zu arbeiten, konnte sich der heute 47-Jährige dennoch nicht vorstellen: "In einer Schule ist einfach zu viel vorgegeben." Dagegen fernöstliche Kampfkünste zu trainieren und privat zu vermitteln, das sei eine Lebenseinstellung. Eine Philosophie.

Seit über 30 Jahren macht Dollansky bereits Taekwondo, eine koreanische Form des Karate; der schwarze Gürtel berechtigte den gebürtigen Würzburger schließlich dazu, selbst zu unterrichten. In Würzburg baute er zunächst einzelne Abteilungen in Vereinen auf, bevor er 1987 nach Tuttlingen kam und hier mit einem Taekwon-do-Kurs in einem Fitnessstudio seine Laufbahn begann - auf einem Squash-Court. Der wurde Dollansky schnell zu klein, und so machte er sich zwei Jahre später mit einer Privatschule, zunächst an der Friedrichstraße, selbstständig: "Ich wollte Taekwondo nicht als Leistungssport betreiben, so wie es in Vereinen erwartet wird, um Hallenzeiten zu bekommen."

20 Schüler folgten ihm an die Friedrichstraße, zwei Jahre später zählt die einzige reine Schule für fernöstliche Kampfkünste in Tuttlingen bereits 150 Mitglieder. Seit zehn Jahren sind es zwischen 320 und 350 aus dem gesamten Landkreis, die seit 2002 an die Kronenstraße kommen. Das Alter ist bunt gemischt: "Die jüngste Teilnehmerin ist fünf Jahre alt, der älteste 79", sagt der Inhaber und erklärt dies mit dem über die Jahre größer gewordenen Angebot.

Nach Taekwondo, das eher die Jüngeren lernen, führte Dollansky Qi Gong (Atemübungen und Bewegungen zur Gesunderhaltung) und Tai Chi (Bewegungsmeditation) ein, den Kurzstock-Kampf Arnis und dieses Jahr die Selbstverteidigungsart Aikido. Darüber hinaus hat Dollanskys Schule Meditationen im Angebot, die japanische Massageart Shiatsu und Anti-Aggressionstrainings.

Kampfkunst statt Gewalt

Letzteres fällt in den Bereich der Gewaltprävention, den Dollansky, der derzeit noch im Allgäu lebt und dort eine weitere Kampfkunst-Schule führt, bereits seit zehn Jahren an Schulen und in Jugendeinrichtungen betreibt. "Es geht darum, Gewalt aus den Gruppen zu nehmen", erklärt Dollansky. Der Umgang mit den Jugendlichen nimmt etwa ein Drittel seiner Arbeit ein, der Großteil konzentriert sich auf die Kampfkünste - "kämpfen lernen, um nie kämpfen zu müssen". Dollansky: "Die Auseinandersetzung mit sich und dem Leben, Disziplin und Selbstfindung - das ist die Philosophie, die hinter den Kampfkünsten steht ."

Wolfgang Dollansky - Gründer, Trainer und Geschäftsführer

Zu meiner Person

Ich heisse Wolfgang Dollansky und bin Gründer und Initiator des Zentrums "Chon Ji".

Diplom Sportlehrer und Sporttherapeut ,sowie ehemaliger Co-Trainer der Militär-Polizei der US Streitkräfte

Graduierungen:

5.Dan im Tae Kwon Do
2.Dan im Hap Ki Do
1.Dan im Modern Arnis

Diplom Sportlehrer und Sporttherapeut

Seit 30 Jahren

Lehrer für Tai Chi und Qi Gong

Seit 42 Jahren

Lehrer für Tae Kwon Do

Weiterbildung

Erlebnispädagogik und

Psychologie

Traumataberater

Ausbildungen

Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM)

Heilpraktiker und Heilpflanzen

Langjährige Erfahrung

mit verschiedenen Gruppen wie

schwer erziehbaren Kindern und Jugendlichen,

wiederholende Straftäter

Blinden- und Sehbehinderten,

Geistig- und körperlich behinderte Menschen.